Rückblick auf das vergangene Jahr 2025
Am 28.02.2026 fand die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Inzell statt. Nach einem Gedenkgottesdienst führte 1. Vorstand Sebastian Wellinger durch die Tagesordnung.
Neue Fahrzeuge und Spendenaktion
Besonders machte die diesjährige Versammlung der Rückblick auf die äußerst erfolgreiche Spendenaktion für das neue Logistikfahrzeug. Die Feuerwehr Inzell muss ihr Mehrzweckfahrzeug „Florian Inzell 11/1“ aus dem Jahr 2006 nach 20 Dienstjahren ersetzen. Dafür wurde eine große Spendenaktion gestartet, bei der Bürger und örtliche Firmen über 50.000 Euro beisteuerten. Mit diesen Mitteln kann die komplette Beladung des neuen, flexibel einsetzbaren Logistikfahrzeugs finanziert werden. Das Fahrgestell übernimmt die Gemeinde. Die Feuerwehr Inzell bedankt sich herzlich für die breite Unterstützung und das entgegengebrachte Vertrauen.
Auch das HLF 20 wird Ende 2026 ausgeliefert werden.
Der Rüstwagen aus 1987 wird Ende 2026 ausgemustert, das bisherige Tanklöschfahrzeug Florian Inzell 20/1 aus 1996 bleibt als zweites wasserführendes Fahrzeug erhalten.
Rückblick auf die Einsätze 2025
Der 1. Kommandant Max Steinhauer ließ das Jahr 2025 einsatztechnisch Revue passieren.
2025 wurde die Freiwillige Feuerwehr Inzell zu 80 Einsätzen (2024: 88 Einsätze) unterschiedlichster Art gerufen. Bei mittlerweile durchschnittlich 100 Einsätzen im Jahr ging es also 2025 abermals etwas „ruhiger“ zu. 2 mal wurde Brandalarm ausgelöst.
Zehn Mal wurde man von Brandmeldeanlagen (BMA) zum Einsatz gerufen. In einem Fall lag tatsächlich ein Brandereignis vor: Im Feriendorf in Holzen hatten abgestellte Einkäufe auf einer eingeschalteten Herdplatte einen Brand verursacht. Es musste bei vier Anlässen die Verkehrsregelung geleistet werden. Bei vier Veranstaltungen wurde eine Sicherheitswache durchgeführt.
Während eines Kameradschaftsabends lösten die Pager zu einem vermeintlichen Brand in der Schmelzerstraße aus. Vor Ort stellte sich das gemeldete „B3 – Brand Carport“ jedoch als harmloses Grillfeuer heraus – ein Beispiel dafür, wie schnell durch unüberlegte Notrufe Einsatzkräfte unnötig gebunden werden.
Der letzte Einsatz 2025 folgte am 23. Dezember: Gemeinsam mit der Feuerwehr Weißbach wurde ein Heizungsbrand im Forsthaus Adlgass gelöscht. Zwei Atemschutztrupps brachten das Feuer rasch unter Kontrolle, die Belüftung dauerte länger an.
Die Unterstützung des Rettungsdienstes nahm – wie bereits in den Vorjahren – weiter zu:
7 Türöffnungen
2 Aufzugbefreiungen
6 Personenrettungen per Drehleiter
Am Sulzbach wurde nach einer Verletzung durch einen Winkelschleifer der Notarzt per Seilwinde abgesetzt und der Patient per Drehleiter abtransportiert.
Zu sechs Verkehrsunfällen wurde die Feuerwehr alarmiert, darunter zwei Motorradunfälle. Am 4. März musste eine eingeklemmte Person nach einem Alleinunfall schonend mit hydraulischem Gerät gerettet werden. Am 4. Dezember wurde in Weißbach ein Mann befreit, der beim Eiskratzen unter sein Fahrzeug geraten war.
Ein aufwändiger ABC‑Einsatz ereignete sich in Hammer, wo ein Lkw im Wasserschutzgebiet umstürzte. Nach Abdichten des Tanks wurde der Treibstoff abgepumpt.
Insgesamt wurden 23 verletzte Personen versorgt; für drei Menschen kam jede Hilfe zu spät.
Von den Aktiven wurden im Jahr 2025 insgesamt 1.236 Einsatzstunden und 1.360 Stunden für Ausbildung und Übungen geleistet, somit waren die Feuerwehrdienstleistenden 2.596 Stunden für die Bevölkerung, zu jeder Tages- und Nachtzeit tätig. Bei 72 Aktiven hat jeder rechnerisch ca. 36 Stunden seiner Freizeit für die Allgemeinheit zur Verfügung gestellt.
Der Zeitaufwand für Lehrgänge, Fortbildungen und die Jugendarbeit sind hier noch nicht berücksichtigt.
Herausforderung Tageseinsatzbereitschaft
Steinhauer appellierte an den anwesenden 1. Inzeller Bürgermeister Lorenz bei zukünftigen Stellenneubesetzungen bei der Gemeinde Inzell wieder stärker darauf zu achten, eine Mitgliedschaft bei der Feuerwehr anzustreben, um die Tageseinsatzbereitschaft zu verbessern. Bei einer Inzeller Zimmerei seien insgesamt sieben aktive Inzeller Feuerwehrler beschäftigt, bei der Gemeinde Inzell seien es nur zwei. Lorenz versicherte, bei zwei gleich qualifizierten Bewerbern den Feuerwehrdienstleistenden den Vorzug zu gewähren.
75 % der Einsätze fanden tagsüber statt, um so wichtiger ist jede Einsatzkraft, die am Ort arbeitet und schnell helfen kann.
Neue Fahrzeuge im Herbst 2026 einsatzklar, Ausbau des Gerätehauses und weitere Investitionen für den Bevölkerungsschutz
Die 2 neuen Fahrzeuge (Logistikfahrzeug und HLF 20) werden Ende 2026 einsatzbereit sein. Auch der Ausbau des Digitalfunks schreitet weiter voran.
Weitere Zukunftspläne seien aus Platzgründen die Erweiterung des Inzeller Gerätehauses und die laufende Erneuerung der Ausrüstung.
Starker Feuerwehrnachwuchs in Inzell
Mit insgesamt 41 Jugendlichen ist die Inzeller Jugendfeuerwehr ein wahres Leuchtturmprojekt im ganzen Landkreis. Jugendwart Martin Wellinger berichtete von zahlreichen Aktivitäten im Jahr 2025.
Feuerwehrverein: Satzungsänderung und Neuwahlen
Einstimmig wurde von der Versammlung die Ergänzung der Vereinssatzung beschlossen. Mitglieder, die mindestens zehn Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr geleistet haben und diesen anschließend beenden, bleiben bei fortbestehender Vereinszugehörigkeit als passive Mitglieder geführt. Passive Mitglieder sind berechtigt, die ihnen ausgegebene Ausgehuniform dauerhaft zu behalten.
Zudem wurden die beiden Vorstände Wellinger und Lackner im Amt einstimmig bestätigt und wiedergewählt.
Bei den Beisitzern wurde neu gewählt, die Beisitzer bestehen nun aus folgenden Mitgliedern:
Johann Stadler, Jonas Stein, Manuela Reiter, Anton Mühlberger jun., Stefan Kötzinger-Neuhauser und Johannes Dufter
Ehrungen und Beförderungen
Vorstand Wellinger und Kommandant Steinhauer ehrten folgende Mitglieder:
Beförderung zum Feuerwehrmann/Feuerwehrfrau: Dießbacher Veronika, Hauser Michaela, Horn Isabell, Hüller Tobias, Kecht Katharina, Mader Lukas, Staps Tiana, Wellinger Matthias
Beförderung zum Brandmeister: Schwarz Dominik
Beförderung zum Oberlöschmeister: Stefan Kötzinger-Neuhauser
30 Jahre Aktiver Feuerwehrdienst: Schwaiger Herbert
Aus dem Fachbereich Atemschutz
Mit 27 ausgebildeten Atemschutzgeräteträgern ist die Feuerwehr Inzell auf einem guten Niveau und gerüstet für kommende Herausforderungen. Atemschutzwart Florian Upmann bedankte sich auch für die stets unkomplizierte und hervorragende Zusammenarbeit mit unserer Atemschutzpflege- und Reparaturstelle der Freiwilligen Feuerwehr Traunstein, die sich zu jeder Tages- und Nachtzeit unverzüglich um unsere Ausrüstung kümmern.
Ehrung der Schriftführer
Für beide überraschend wurden vom Kommandanten Steinhauer die beiden Schriftführer Quirin Scheurl und Simon Kirmse für ihre hervorragende Arbeit geehrt.
Quirin Scheurl kümmert sich als 1. Schriftführer um die social-Media-Auftritte, Website und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Spendenaktion.
Simon Kirmse betreut die Vereinsarbeit und Protokolle. Beide kümmern sich außerdem noch um die Betreuung der IT-Systeme im Gerätehaus und in den Fahrzeugen.
Vorstand Sebastian Wellinger schloss die Versammlung mit den Worten „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“.







